Der Software-Hersteller Novell stellt unter SuSE Studio einen Online-Service zur Verfügung über den Sie sich eine individuelle Linux-Distribution auf OpenSuSE oder SuSE Linux Enterprise (in verschiedenen Versionen) über den Browser zusammenklicken können. Für ihre eigene Distributionen stehen ihnen 15 GB zur Verfügung.
Für die Registrierung wird derzeit noch eine Einladung benötigt. Ich habe meine aber innerhalb weniger Minuten erhalten, so dass das keine wirkliche Hürde ist. Die Bedienung des Service funktioniert intuitiv und innerhalb einer halben Stunden können Sie eine individuelle Linux-Distribution erstellen. Dafür lassen sich über das Web-Interface Pakete auswählen und Repositories hinzufügen. Ausserdem können Sie eigene RPMs hochladen oder Dateien von einem anderen Webserver in ihre Distribution herunterladen lassen.
Das Ergebnis meines ersten Experimentes ist der HaNiVaMyMoPhAc Server. Der Server steht derzeit kostenlos als VMware-Image zum Download. Die Distribution bringt alle Komponenten mit, die ich derzeit für meine großen Projekte verwende: HAProxy 1.4.8, Varnish 2.0.5, PHP 5.3.3, nginx 0.8, ActiveMQ 5.3.2, MySQL Community Server 5.1.48 und MongoDB 1.6.
Wenn Sie OpenSuSE oder eine Enterprise SuSE Distribution auf mehr als einem Rechner installieren müssen oder ihr System gerne mal neu aufsetzen, kann ich das SUSE Studio nur empfehlen!
Das Apache Solr Projekt wurde in der Version 1.4.1 veröffentlicht. Das Bugfix-Release eliminiert etliche Fehler aus dem vorherigen Major-Release. Neue Features wurde nicht eingeführt. Einige der verwendeten Bibliotheken, wie Lucene, wurden aktualisiert. Die Details zum Release stehen in den release notes.
Google Wave ist ein neues Werkzeug für die Kommunikation und Kollaboration im Netz. Google sagt, dass Wave noch in diesem Jahr erscheinen soll.
Das Video zeigt den wirklich beeindruckenden Funktionsumfang dieses mächtigen Werkzeuges. Vielfach wird schon davon gesprochen, dass Google Wave der Nachfolger der guten, alten E-Mail und vieler Instant Messenger werden könnte.
Es gibt zwei Besonderheiten an Google Wave. Die erste ist, dass der Kern der Applikation als Open-Source veröffentlicht wird. Die zweite und vielleicht wesentlichere ist, dass Google die Technologie hinter Wave veröffentlicht und als Standard etablieren will. Das Google Wave Federation Protocol, so der volle Name des Protokolls, ist eine XMPP Erweiterung. Das ist der Standard hinter Jabber, den Google bereits für die Kommunikationsdienste u.a. in Google Mail verwendet.
Eine der Ideen hinter der Veröffentlichung von Wave und einer Implementierung ist, dass jeder seinen eigenen Wave-Server aufsetzen kann. Die Wave-Server unterschiedlicher Anbieter können dann wiederum miteinander kommunizieren. Über die Wave API läßt sich die eigene Installation erweitern.